Große Pause, große Verantwortung

Wenn Verantwortung auf dem Pausenhof beginnt

Was bewegt Drittklässlerinnen und Drittklässler dazu, sich freiwillig für eine Aufgabe zu bewerben, die Mut, Empathie und Verlässlichkeit verlangt?

An der Klosterwiesenschule Baindt übernehmen Viertklässlerinnen und Viertklässler als sogenannte JuniPausis Verantwortung auf dem Pausenhof. Sie versorgen kleinere Verletzungen, betreuen Kinder mit Kopf- oder Bauchweh, vermitteln bei Konflikten und achten darauf, wenn jemand am Rand steht und Unterstützung braucht.

Doch bevor sie diese Rolle ausfüllen, durchlaufen sie in der dritten Klasse eine intensive Vorbereitung: ein halbes Jahr Streitschlichtung, ein halbes Jahr Erste Hilfe. Begleitet werden sie dabei von der Sozialarbeiterin Stefanie Nandi und der Lehrerin Lilly Stiller, die erklären, wie Bewerbung und Auswahl ablaufen und worauf es in der Ausbildung ankommt.

In dieser Folge kommen die Kinder selbst zu Wort. Sie erzählen, warum sie JuniPausi werden wollten, was ihnen an ihrer Aufgabe besonders gefällt und welche Erfahrungen sie bereits gemacht haben. Deutlich wird: Hier geht es nicht nur um Pflaster und Pausenaufsicht. Es geht um Haltung.

Die JuniPausis lernen, Verantwortung zu übernehmen, Empathie zu entwickeln und Berührungsängste abzubauen. Sie erfahren, wie Gemeinschaft funktioniert – und dass jede und jeder einen Beitrag leisten kann. Der Pausenhof wird so zu einem Lernort für Zivilcourage und gelebte Gemeinschaft.

Eine Folge über Kinder, die füreinander da sind – und über eine Schule, die ihnen zutraut, Verantwortung zu tragen.